Beethoven

Der in Bonn geborene Ludwig van Beethoven lebte von 1770 – 1827. Er ist neben Mozart und Haydn einer der bekanntesten Komponisten der „Wiener Klassik“.

Beethoven startete seinen Tag auf sehr ungewöhnliche Art und Weise. Er zählte jeden morgen, nachdem er aufgestanden war die Bohnen für seinen Kaffee, welchen er mit äußerster Sorgfalt zubereitete. Es mussten exakt 60 Bohnen sein, die er einzeln per Hand abzählte. Danach machte er sich direkt ans Werk und arbeite bis mittags.

Vielleicht ist dies einer der Gründe für Beethovens überragende Kompositionen.

Über 650 fertig geschriebene Werke Link zählen zu seinen Arbeiten. Darunter die Weltbekannte 9. Sinfonie, welche Grundlage der Europa-Hymne wurde.

Beethoven war während seiner Schaffensphase sehr produktiv. Nach seinen Bonner Jahren zog er wie viele andere Künstler der damaligen Zeit nach Wien, um dort weiter an seiner Musik zu arbeiten. Um 1798 begann Beethovens Gehörleiden, welches ihn in den kommenden Jahren sehr beeinträchtigen sollte. Die Krankheit schritt sehr schnell voran, stagnierte dann einige Jahre und endete in völliger Taubheit. Beethovens Seelenzustand litt sehr unter der körperlichen Beeinträchtigung. Zwar komponierte er weiter Musik, zog sich aber nach und nach aus dem öffentlichen Leben und von seinen Mitmenschen zurück.

Er starb am 26. März 1827.

Seine Musik bleibt dennoch unvergessen.

Einführung

Als klassische Musik bezeichnet man im engeren Sinne Musik, die in Zeit von 1730-1850 im europäischen Raum entstanden ist. Aber auch heute noch spricht man von klassischer Musik, wenn diese sich der Musikinstrumente der damaligen Zeit bedient, in ähnlichen musikalischen Strukturen erscheint und in Konzertsälen aufgeführt wird.

Eine der bedeutendsten Städte im Zusammenhang mit zeitloser klassischer Musik ist Wien. Hier komponierten Hayden, Mozart, Beethoven und viele weitere Künstler einen Großteil Ihrer Werke.

Neben Wien waren aber auch Paris, welches für seine Opern bekannt war und London als Stadt der Konzerte, tonangebende und einflussreiche Städte.

Viele der damaligen Komponisten sind auch in der Moderne noch sehr populär. So erfreut sich Beethovens Mondscheinsonate (Moonlight Sonata), welche von ihm selbst als Sonata quasi una Fantasia bezeichnet wurde, noch heute über 111 Mio Aufrufe bei Youtube. Manche Komponisten waren schon zu Lebzeiten sehr bekannt, andere sind es erst nach ihrem Tode geworden. In den großen Konzerthäusern der heutigen Zeit werden nach wie vor ihre Werke rund um den Globus aufgeführt. Seien es Opern, Symphonien, Klavierkonzerte oder andere Klassiker.

In Hamburg wurde zum Beispiel im Januar 2017 eine eigens für klassische Musik erbaute Philharmonie eröffnet. Die Elbphilharmonie. Der Bau erstreckte sich Link auf Kosten von circa 789 Millionen Euro. Neben Hamburgs neuem Konzerthaus gibt es aber auch andere bedeutende Bauten, zum Beispiel das Athäneum in Bukarest, welches ein französischer Architekt 1888 entwarf und bis heute besteht. Das Concertgebouw in Amsterdam, welches zur gleichen Zeit eröffnete oder die berühmte Carnegie Hall in New York, um nur einige zu nennen.

Klassische Musik erfreut die Menschen nach wie vor, ob im Internet oder im Zuge einer Live Darbietung.

Wer sich intensiv mit dem Thema klassischer Musik auseinandersetzt, wird aber auch nicht um den Einfluss auf die heutige Filmmusik herumkommen. Viele große Hollywood Filme, aber auch kleinere Produktionen setzen auf klassische Musik. Sei es um Spannung, Traurigkeit, Freude oder andere große Gefühle musikalisch zu verstärken. Auch der Gebrauch einer einprägsamen Titelmelodie ist sehr beliebt. Wer kennt nicht den „Imperial March“ von Star Was oder „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss welches Stanley Kubricks Film „2001: Odyssee im Weltraum“ einleitete?

Aus diesen teils eigens angefertigten Kompositionen gehen auch immer wieder Soundtracks und eigene Alben hervor, wie zum Beispiel im Film „Frühstück bei Monsieur Henri (Originaltitel: L’étudiante et Monsieur Henri) von Ivan Calbérac aus dem Jahre 2015.

Die komplette Filmmusik, welche Laurent Aknin geschrieben hat ist im Anschluss an den Film auf CD, bei Spotify, Youtube oder anderen Plattformen als Album erschienen.

Neben der klassischen Musik von 1730-1850 und Filmmusik wird Klassik aber auch in Computerspielen, Werbung und vielen andere Bereichen benutzt.

Außerdem gibt es eine große Anzahl sehr bekannter kontemporärer Künstler, dessen Musik man unter dem Begriff der Klassik miteinbeziehen kann. Als ein Beispiel ist Ludovico Einaudi zu erwähnen, der neben der Filmmusik zu „Ziemlich beste Freunde“ aus dem Jahre 2011 auch diverse anderer, vom Film losgelöste, Werke komponierte. Aber auch Yiruma, Nils Frahm oder andere großartige Künstler sind heute im Internet und auf den Bühnen dieser Welt zu entdecken und erleben.

Epochen

In der klassischen Musik spricht man anders als zum Beispiel in der Pop Musik von Epochen, anstelle von Jahrzehnten. So teilt sich die Zeit von 1730 – 1850 in Europa in verschiedene musikalische Zeitabschnitte ein, in denen ein jeweils neuer Kompositionsstil, einen fließenden Übergang erfuhr. Vor der ersten Epoche gab es die „alte Musik“, Musik des Mittelalters, Renaissancemusik und Barockmusik.

Die erste Epoche ist die Vor- und Frühklassik, sie entstand um circa 1730 und erhielt Einfluss bis 1770. Zu den ersten Vertretern dieser Zeit gelten späte Werke Bachs als auch seiner Söhne, die im Bereich der Vorklassik anzusiedeln sind. Stil prägend war es, die die Melodie in einem Werk als alleinigen Träger des Ausdrucks zu machen. Teilweise wird die Frühklassik als Übergang, teilweise als eigene Stilrichtung bezeichnet. Da die Übergänge sehr fließend sind, kann man keine klaren Grenzen zwischen Übergang und Stilrichtung der jeweiligen Werke setzen.

Die zweite Epoche umfasst die Wiener Klassik von ca. 1770 bis 1830, aus denen ebenfalls unsterbliche Werke hervorgingen. Namen hafte Vertreter waren, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Ein signifikantes Merkmal der neuen Zeit waren Symphonien, Instrumentalkonzerte, Streichquartetts, Klaviersonaten und weitere Formen der Kammermusik. Diese wurden zu jener Zeit sehr publikumswirksam. Um 1800 wurde die Instrumentalmusik so populär, dass sie neben der Vokalmusik, welche in Kirchenmusik und Opern ihr zu Hause hatte, Gleichsame Bedeutung erfuhr.

Die dritte Epoche ist die Musik der Romantik 19. – frühes 20. Jahrhundert.

Sie zeichnet sich durch Betonung des gefühlvollen Ausdrucks sowie die Auflösung der klassischen Kompositionsformen aus. Ihre wichtigsten Vertreter waren Robert Schumann, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Wagner und Gustav Mahler. Der aus der Literatur entstandene Begriff der Romantik erhielt nun auch in der Musikwelt Einzug. Vorbedingungen dieser Entwicklung war das Aufkommen des Bildungsbürgertums, die Industrialisierung, naturwissenschaftliche Entdeckungen als auch der politische Umbruch, welchen die Französische Revolution im Jahre 1789 mit sich brachte.

Alle drei Epochen Link der Klassik haben unzählige Werke hervorgebracht, die jedem von uns in der einen oder anderen Form schon einmal über den Weg gelaufen sind. Diese Epochen der Musik wird immer ein fester Bestandteil in der Sammlung vieler Musikliebhaber unterschiedlichen Alters bleiben. Die immer wieder neu inszenierten Stücke und neu Interpretationen der alten Klassiker machen sie zu zeitlosen Werken, welche sich weiterhin großer Beliebtheit erfreuen werden.

Mozart

Einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der klassischen Musik ist Wolfgang Amadeus Mozart. Sein Name wird oft im Zusammenhang des Wunderkindes verwendet, ein Ausnahmetalent, da er schon in sehr frühem alter unglaubliche Werke zauberte und außerordentlich begabt am Klavier war.

Seine Musik ist verspielt, leicht aber auch dramatisch und dennoch klar strukturiert und komplex, was ihm bereits zu Lebzeiten, neben Neid und unberechtigter Kritik anderer Musiker, hohen Ruhm und Ansehen bei seinen Hörern einbrachte.

Er wurde am 27. Januar 1756 im „Hagenauer Haus“ (Getreidegasse 9) im Erzbistum Salzburg geboren. Im zarten alter von fünf Jahren komponierte er erste Werke, mit sechs reiste der junge Mozart mit seiner Familie bereits durch ganz Europa um Konzerte zu spielen. Paris, London, München und Köln waren nur einige seiner Stationen, auf denen der junge Musiker vom Publikum frenetisch gefeiert wurde. Nach Jahren der Reisen und seiner Arbeit als besoldeter Konzertmeister in Salzburg kam es zum Bruch und so zog der junge Mozart 1781 nach Wien um dort als freischaffender Künstler, Opernkomponist und Lehrer zu arbeiten.

Gegen den Willen seines Vaters heiratete er am 4. August 1782 Constanze Weber, die bis zu seinem Tod seine Ehefrau blieb. Mit Constanze zeugte Mozart sechs Kinder, von denen nur zwei überlebten.

Eines seiner bedeutendsten Werke, welches bis in der heutigen Zeit überaus beliebt ist, ist „Eine kleine Nachtmusik“, geschrieben 1787. Vermutlich wurde sie zu seinen Lebzeiten nirgends aufgeführt. Heutzutage wird sie in Kinofilmen, Werbung und Videospielen benutzt.

Zu Lebzeiten erfreute sich sein Publikum vor allem an seinen Opern, Le nozze di Figaro (Die Hochzeit des Figaros), Don Giovanni (Don Juan) oder die Zauberflöte.

Im Alter von 35 Jahren stirbt Mozart Link am 5. Dezember 1791 in Wien an Fieber. Sein letztes Werk „Requiem“ bleibt unvollendet.