Techno

Die Stilrichtung Techno kam erstmals in den 80er Jahren auf.

Sie entwickelte sich aus bereits bestehenden elektronischen Stilrichtungen.

Als Vorreiter des Techno sind Künstler wie Giorgio Moroder, welcher den Synthesizer bereits in den 70er Jahren einsetzte oder Kraftwerk aus Düsseldorf, mit ihren Techno ähnlichen musikalischen Strukturen bekannt. Städte wie Detroit, Berlin und Frankfurt prägten sehr früh diese junge Musikrichtung.

Techno begann als Jugendbewegung in der Toleranz und Akzeptanz im Vordergrund standen. Drogenkonsum und exzessives Feiern bis in den nächsten Tag hinein waren ein fester Bestandteil der Szene. Erst die spätere Kommerzialisierung führte dazu, dass Events gesponsert wurden und die Musik einer breiteren Masse zugänglich wurde.

Heutzutage gibt es eine große Hörerschaft. Der Film Berlin Calling des Regisseurs Hannes Stöhr, wurde von der Presse und den Zuschauern gelobt und gefeiert. Er zeigt das Leben des Dj Ickarus, welches während regulärer Partys in Berlin an den Originalschauplätzen gedreht wurde. Der Soundtrack des Films ist von Paul Kalkbrenner, dessen Karriere nach dem Film steil bergauf ging.

Er füllte die großen Hallen und tourte mit dem Soundtrack um die ganze Welt.

Es gibt aber auch kleinere Techno-Clubs, in denen die Kommerzialisierung nicht so spürbar geworden ist wie auf den großen Raves. Berlin ist heute ein weltweites Techno Mekka geworden und zieht jährlich Millionen von feier lustigen Touristen an. So gibt es eine Vielzahl großer und kleiner Clubs und Bars. Bei den Warteschlangen der angesagten Läden der Stadt nehmen die Besucher auch Wartezeiten von über drei Stunden in Kauf. Die wohl härteste Türpolitik Link hat das legendäre Berghain, es gibt weder Fotos vom Inneren noch kann ein Gast sich sicher sein, dass er Einlass erhält.

Weitere bekannte Clubs der Szene sind die Fabric in London, der Rex Club in Paris oder das Robert-Johnson in Offenbach.

International bekannte Szenegrößen sind die Künstler Tale Of Us, Maceo Plex, Nina Kraviz oder der Urvater Sven Väth.

EDM

Der Begriff EDM steht für Electronic Dance Music und wurde als neuer Begriff um das Jahr 2010 für elektronische Musik eingeführt.

Noch immer wird gestritten ob EDM ein eigenes Genre ist oder der Name eher aus kommerziellen Zwecken von der stetig wachsenden Industrie eingeführt wurde.

EDM gilt als der Mainstream der elektronischen Musik und hat längst die Stadien und Festivals dieser Welt erreicht. Künstler wie Skrillex, David Guetta, Deadmau5, Swedish House Mafia oder Avicii trugen zum weltweiten Erfolg bei.

Die Unterschiede zwischen Popmusik und EDM verschwimmen immer mehr. So arbeiten bekannte Popkünstler wie Coldplay, Taylor Swift oder Rihanna längst mit EDM Größen zusammen um neue Hits für die Charts zu produzieren.

Auch die Youtube Aufrufe im Internet und die Besucherzahlen der Festivals sprechen für sich. Der Song Levels vom schwedischen Produzenten Tim Bergling alias Avicii gewann 2011 einen Grammy, landete auf Platz 1 der US Dancemusic-Charts und wurde millionenfach im Internet gestreamt. Das Festival Tomorrowland in Belgien zählt mit 400.000 Besuchern Link zu einem der größten Raves der Welt und ist von der Größe vergleichbar mit Woodstock. Die Nachfrage ist enorm und die Einflüsse auf die Popmusik sind unüberhörbar. EDM ist ein Teil heutiger Popmusik geworden.

Einige wichtige Vertreter wären neben den oben bereits erwähnten Calvin Harris, Robin Schulz, Martin Garrix und Steve Aioki.

House

House Musik hat seinen Ursprung in den 80er Jahren der USA.

Heutzutage ist House Musik sehr populär und teilt sich in die verschiedensten Subgenres. Von Vocal-House über Deep-House bis hin zu Disco-House, Electro-House oder French-House. Über 30 verschiedene Arten und Subgenres bereichern die Musikwelt.

Im Mittelpunkt steht meistens ein 4/4 Takt Link oder im englischen auch Four to the floor genannt. Je nach Subgenre werden die Produktionen dann mit jeweiligen Instrumenten oder Gesängen angereichert. Bei den unterschiedlichen Arten steht meist ein anderes Thema im Vordergrund. Die Grenzen sind auch hier sehr fließend und manche Songs bewegen sich durch die Genres hindurch und bedienen sich der unterschiedlichsten Stilmittel.

Sowohl im Club als auch auf Festivals wird House Musik weltweit gehört und zu ihr gefeiert. Ob kommerzielle Events, kleine verrauchte Clubs oder auf einer gemütlichen Grillwiese im Park. Diese Musikrichtung ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken.

Es gibt unzählige Künstler, die diese Ausdrucksform der Musik geprägt stark haben und es lässt sich nicht auf einige wenige Namen herunterbrechen. Bekannte Künstler in diesem Bereich sind unter anderem Daft Punk, Erick Morillo, Ricardo Villalobos, Deep Dish, Marshall Jeffersson und viele weitere.

Einführung

Elektronische Musik ist heute populärer denn je und erfuhr in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Festivals mit tausenden von Menschen sprießen wie Pilze aus dem Boden, Youtube Videos erreichten Klickzahlen in Rekordhöhe und es erschlossen sich auf dem gesamten Globus neue Hörerschaften für die vergleichsweise junge Kunstform.

Durch den Einsatz von Synthesizern wurden viele Songs immer elektronischer und es entwickelten sich aus dieser neuen Form der Klangerzeugung diverse Subgenres wie zum Beispiel Synthpop, Euro Disco, House, Techno, Drum and Bass und etliche weitere.

Heutzutage ist elektronische Musik nicht mehr aus der Musikwelt wegzudenken. Mit dem Aufkommen der sogenannten Home Studios wurde es erstmals möglich Musik von zu Hause aus oder mit geringem Budget zu produzieren was viele neue Künstler auf den Markt brachte. Songs, die früher mühsam in einem extra angemieteten Tonstudio auf Tonbandspuren aufgenommen werden mussten, können heutzutage über den Computer in nahezu unbegrenzter Zahl aufgenommen werden. Dies führte sehr schnell zu einem wachsenden Markt und setzte der Kreativität keine Grenzen mehr.

Die Grenzen der Stilrichtungen verschwimmen dabei. So kann heutzutage ein Club Hit aus verschiedensten Instrumenten und Einflüssen bestehen ohne ein genaueres Genre definieren zu können. Vieles wird ausprobiert und umgesetzt.

Ein ebenfalls sehr beliebtes Stilmittel ist das Remixen Link von bereits bekannten Titeln aus der Vergangenheit. Gerade junge Künstler versuchen oft auf diesem Wege eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich und ihre andere eigenen Produktionen zu ziehen.

Durch den weltweiten Boom verdienen Djs heutzutage soviel wie Popstars und werden ebenso frenetisch gefeiert wie einst die Stars von MTV oder Rocklegenden.

Elektronische Musik hat aber noch lange nicht ihren Zenit erreicht und es werden in Zukunft mit Sicherheit weitere Genres und die Vermischung dieser entstehen.

Drum n Bass

Drum n Bass auch kurz D’n’B genannt fand in den neunziger Jahren in England seinen Anfang.

Diese Musikrichtung bewegt sich musikalisch fernab vom Mainstream heutiger Musik. Nur wenige Stücke fanden den Weg in die kommerzielle Welt. Der Sound bewegt sich zwischen 160 und 190 Beats pro Minute und ist vergleichsweise schnell. Der Rhythmus ist oft ein 2 Step-Beat, welcher sich aus einer elektronischen Bassdrum, Hihat und Snare zusammensetzt.

Heutzutage erfährt Drum n Bass im Zuge der wachsenden Beliebtheit elektronischer Musik neue Beliebtheit. So spielen viele Drum n Bass Größen auf den eigens dafür gemachten Festivals Link wie Let It Roll in Prag, Hospitality In The Park in London oder Rampage in Antwerpen. Diese Festivals ziehen jährlich tausende Fans in ihren Bann und überraschen die Gäste mit den Headlinern der Szene.

Nicht nur auf Festivals wird die Musik zelebriert, auch im Internet und den digitalen Plattformen gehen die Aufrufe in die Millionenhöhe und werden von Szenegängern als auch von vielen anderen Menschen gefeiert.

Einige der bekannten Künstler der Drum n Bass Szene sind unter anderem Andy C, Chase & Status, Noisia, High Contrast, Black Sun Empire, Kosheen, Sub Focus und Pendulum.